Sommergefühle – Woche 3 in Wien

Mein Schwesterherz kommt nach Wien. Mit Anhang. Spektakulär soll das Wochenende für beide werden hab ich beschlossen. Genießen und raus kommen sollen sie. Finde ich. Deswegen liefen meine Vorbereitungsmotoren auf Hochtouren. Dabei standen Sightseeing und der Genuss -wie immer- im Vordergrund. Bei meiner Schwester und mir dreht sich fast alles nur ums Essen. Dürfte euch bei mir vielleicht schon aufgefallen sein. Deswegen habe ich mir dafür von den Wiener Insidern exklusive Tipps geben lassen. Reservieren muss man für viele In-Lokale bereits Wochen im Voraus. Natürlich, wer macht das nicht. Aber zum Glück hat alles so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe.

Meine Schwester und ich haben eine besondere Verbindung. Manchmal sind wir wie eine Person. Und so haben wir uns auch bei der Ankunft gefunden, ohne zu suchen.

Schwesterherz
Trust

Wir verstehen uns ohne Worte und wissen immer was die andere meint, auch wenn wir es nicht aussprechen. One Heart. One Soul. Aber genug gesülzt, weiter im Text.

Bei einem Spaziergang vom Karlsplatz über den Opernring zum Stephansplatz konnten so einige erste Sehenswürdigkeiten von den beiden erhascht werden. Mittlerweile kenne ich mich echt gut aus, muss ich feststellen. Beim Fiakerstand am Stephansdom zog es uns dann kurz in den Manner-Shop. Tolle Sachen. Aber zu teuer. Aber mit Kokos. Ich stehe ja so auf Kokosnuss. Egal stark bleiben, Geldbeutel schonen. Zumindest solange bis es zum Schnabulieren geht. Wieder ein Freitagabend beim Rathaussommer. Gut für mich, so kann ich immer was anderes probieren. Gut für die anderen, so können sie sich von arabischen und indischen Gerichten überzeugen lassen und ihren kulinarischen Dorfhorizont erweitern. Alle glücklich. Die Stimmung war toll. Die Beeren- und Pfirsichbowle hat angenehm dazu beigetragen. Das Highlight folgte aber noch. Wir besuchten die „Dachboden-Bar“ im 25Hours Hotel in der Nähe des Museumsquartiers. Der Stil, das Publikum und der atemberaubende Ausblick auf das Wiener Nachtleben entschuldigen die angehobenen Preise definitiv. Wohlfühlatmosphäre. Seht selbst:

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So Sommer wie der Freitag war, so Nicht-Sommer war der Samstag. Immer wieder Regen, kälter und stark bewölkt. Wo ist nur der Sommer von früher hin, bei dem wir nicht an einem Wochenende Sonnencreme/Sonnenbrille/Regenschirm/Winterjacke gleichzeitig einpacken mussten? Kein Summerfeeling. Diesen Sommerblues verspürten wohl auch die Tiere bei unserem Tiergartenbesuch. Sie  waren entweder träge oder gar nicht zu sehen. Bis auf die Pinguine. Pinguine sind immer toll. Einmal zum Mitnehmen bitte.

Ausgehungert ging es dann zum Naschmarkt. Traf sich gut. Genascht wurde ausgiebig. Falafel, getrocknetes Obst und Nüsse in Hülle und Fülle. Das waren allerdings nur Appetizer. Zum Lunch gab es dann Pitataschen mit Falafel vom Baschly. Einer der besten Falafel-Stände in Wien – hab ich mir sagen lassen. Fein.

Um die Gelüste auf etwas Süßes zu stillen, ging es weiter über Seitensträßchen und Gässchen zum Eis-Greissler. Eismanufaktur die ganz ohne künstliche Aromen, Farbstoffe oder Konservierungsmittel auskommt. Auch ohne Eier. Eis vom Lande. Schmeckt wahnsinnig gut, egal bei welchem Wetter. Latte Macchiato im hippen Café Corbaci im Museumsquartier und Schlemmerei beim Mexikaner Santos mit tollem Essen und Cocktail-Happy Hour rundeten unseren Samstag ab. Dafür sind wir extra viel gegangen. So mag ich das. Mein Besuch allerdings war platt.

Dafür gab es am Sonntag morgen einen speziellen Brunch im Szenelokal Sneak In. Umfangreiches Angebot, für alle die das spezielle suchen. Sonntäglicher Cozy Morning ganz nach meinem Geschmack. Brunch inkl. Heißgetränk für runde 18,- € pro Person.

Aber kennt ihr dieses Gefühl nach einem Brunch?  Glücklich, aber unglaublich überfressen. Ich jedenfalls fühle mich immer so. Nach jedem Buffet. Um also diese Völlerei wieder loszuwerden, ging es zu Fuß die Stadt weiter erkunden. Burggarten, Donauufer, Donaukanal und Hundertwasserhaus kreuzten unsere Wege. Bei herrlichem Wetter ließen wir unsere Seelen an der Strandbar Herrmann baumeln. Da sind sie dann doch, diese verloren geglaubten Sommergefühle.

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